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WikiFolio-Update (Woche vom 25.04.-16.05.2022)

Performance-Vergleich

In den vergangenen Wochen verlor unser Wikifolio 10,8%, von 176,32€ ging es auf 157,30€. Der Vergleichsindex CDAX verlor 2,1%. Damit liegt die Underperformance aktuell bei 37,6% seit Jahresbeginn (YTD: -51,4% Wikifolio; -13,8% CDAX).

Home24/Westwing: Q1 Zahlen

Wie zu erwarten war haben sich bei Home24 und Westwing die Ausmaße von Konsumzurückhaltung aufgrund von Inflation und Ukraine-Krieg am stärksten gezeigt. Im Gegensatz zu notwendigen Ausgaben für Lebensmittel (Hellofresh, Delivery Hero) verzichten Verbraucher in unsicheren Zeiten eben zuerst auf die nicht-notwendigen Anschaffungen (Kleidung, Möbel, Einrichtung). Zusammen mit den hohen Vorjahresvergleichen (Q1 2021 war stark von den Lockdowns geprägt) führte das zu Umsatzrückgängen von 20% bei Westwing sowie 12% bei Home24. Auch die Margen litten unter den geringeren Umsätzen.

Wie bereits in der Vergangenheit betont, wird sich die „wahre“ Wachstumsrate wohl erst ab Q3 diesen Jahres zeigen, wenn die Vergleichsbasis sich normalisiert hat. Aktuell gehen sowohl Westwing als auch Home24 ab diesem Zeitpunkt wieder von steigenden Umsätzen aus, was jedoch auch vom weiteren Verlauf der Konsumneigung abhängen wird. Home24 hat für das Gesamtjahr die optimistischeren Ziele mit einer operativen Marge von rund +3%, was auch durch den positiven Effekt der Butlers-Übernahme zustande kommen soll. Es bleiben also schwierige Zeiten für die Branche. Vorteil von Home24 und Westwing ist hier die hohe Cash-Position, durch die man eine solche Phase gut überstehen kann, bis sich die Zeiten verbessert haben. Sollten beide Unternehmen ab H2 tatsächlich wieder zu positivem Wachstum und Margen zurückkehren, dann sollte sich dies auch wieder in den Unternehmensbewertungen reflektieren, die aktuell nur leicht über der Cashpositionen notieren.

Auto1: Q1 Zahlen

Auto1 bleibt weiter seiner Strategie treu und steigert Umsatz der Segmente Merchant und Retail deutlich trotz der schwierigen Bedingungen in Europa – vor allem in Osteuropa. Im Segment Merchant könnte man dieses Jahr rund 150 Mio. € operativen Gewinn (nach Group Costs) erwirtschaften (+40% YOY), während die Marke Autohero weiter aufgebaut wird. Die aktuell noch hohen Marketingkosten erhöhen die Brand Awareness und schaffen Vertrauen, gleichzeitig wird der Bruttogewinn pro Fahrzeug deutlich gesteigert. Hier konnte Autohero das Ziel von 600-700€ in Q1 übertreffen und ich gehe davon aus, dass man durch den Aufbau der eigenen Werkstätten sowie der Verbesserung der Preisalgorithmen bereits vor dem Gesamtjahr 2023 das Mittelfristziel von 1000€ Bruttogewinn pro Fahrzeug erreicht, sowie bereits Mitte 2023 operativ profitabel auf Konzernebene wird.

Positiv für Auto1 ist ebenfalls die Tatsache, dass in vergangenen Rezessionen zwar die Neuwagenverkäufe einbrachen, Gebrauchtwagen aber keinen Nachfrageeinbruch erlitten. Dies sollte Auto1 in den kommenden Quartalen helfen, selbst wenn sich die Wirtschaftsaussichten weiter eintrüben. Der Aktienpreis bleibt weiterhin enttäuschend, aber man muss dem Auto1-Management zugutehalten, dass es bisher seine Ziele erfüllt hat (bsp. Profitabilitätsziel für 2021, Bruttogewinnziel für Q1) und seine Strategie konsequent umsetzt. Hier noch der Link zum ausführlichen Artikel zu den Jahreszahlen 2021.

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Dieser Beitrag hat 60 Kommentare

  1. Johann

    Hallo Bastian, es wird vermeht diskutiert, dass man aktuell keine Chance auf dem Aktienmarkt aufgrund von „Never fight the FED“. Wie siehst du denn das? Zinsen steigen, der Markt wird mehr und mehr ausgetrocknet, die EZB wird nachziehen und uns steht ein Jahrzehnt an, in welchem Aktien generell schlecht laufen werden. Hältst du so etwas für möglich? D.h. dann wird HF vor sich hin dümpeln obwohl die Fundamentals ggf. super sein werden… einfach nur, weil keiner in Aktien sein möchte.

    1. Bastian Brach

      Moin Johann,

      wie so oft am Aktienmarkt weiß wohl niemand wie die Zukunft tatsächlich aussehen wird. Dass die Zinsen angehoben werden hat mittlerweile wohl jeder mitbekommen, daher sind viele Wachstumsaktien ja bereits 50%-80% gefallen. Dass die Geldpolitik restriktiver wird ist allerdings nichts neues, sondern gehört zu jedem Zyklus dazu. Die vergangenen beiden Phasen, in denen die Zinsen von der FED nach einer Krise deutlich erhöht wurden waren von 2004-2007 und 2016-2019 (https://tradingeconomics.com/united-states/interest-rate). In beiden Phasen hat der Nasdaq 100 (mit vielen zinssensiblen Technologieunternehmen) sich in etwa verdoppelt. Wer damals auf ein Zusammenbruch des Marktes aufgrund von steigenden Zinsen spekuliert hat verpasste also starke Kurszuwächse. Ob das diesmal anders ist kann niemand sagen. Problematisch wird es für die Unternehmen, bei denen jetzt Wachstum einbricht oder die Kosten zu hoch sind, sowie bei denen die jetzt Geld einsammeln müssen. Die Unternehmen, die mit ihren Ergebnissen überzeugen können, werden auch wieder Käufer finden.

      VG Basti

  2. Johann

    Und genau hier liegt m.E. deine falsche Interpretation. Du versuchst auf Biegen und Brechen dich an der Vergangenheit zu orientieren und vermeintliche, vergleichbare Situationen zu suchen. Das macht aber derzeit keinen Sinn: Wir hatten in den von dir angesprochenen Zeiträumen
    – keinen Krieg in Europa,
    – wir hatten nicht 7 % Inflation,
    – wir hatten nicht die Möglichkeit, Zinsen zu senken (es passiert genau das Gegenteil), es wurde damals nicht die geldpolitische Zeitenwende eingeläutet (damit meine ich nicht steigende Zinsen…)
    – wir hatten nicht den Beginn der Rückabwicklung der Globalisierung
    – wir hatten nicht eine massive Angebotskrise
    – wir hatten nicht die Gefahr neuer Lockdowns (in China allgegenwärtig und im Herbst auch in Europa wieder denkbar)
    Das sind jetzt nur Beispiele, die mir spontan einfallen. Gibt sicher noch weitere.
    Fazit: Das Chance-Risiko-Profil von Aktien ist derzeit so schlecht wie selten zuvor.

    1. Bastian Brach

      Du hast mich ja gefragt, wie ich die geldpolitische Straffung bewerten würde und dazu habe ich meine Einschätzung gegeben. Dass heißt doch nicht, dass ich alles andere ignoriere. Natürlich sind Krieg, Inflation, China und Co Risiken, aber die Frage ist doch wie viel davon in den Unternehmen die 60% – 80% an Wert verloren haben, obwohl die Aussichten teilweise genauso sind wie vor 6 Monaten, eingepreist ist? Oder siehst du weitere Probleme, die jetzt noch keiner auf dem Zettel hat? Ich sehe das Chance-Risiko-Profil für Wachstumsaktien so gut wie seit Ende 2018 nicht mehr.

      Wichtig ist zu schauen wie die Unternehmen mit den neuen Bedingungen klar kommen. Hier haben wir erst die Q1-Daten und erste Ausblicke auf den Rest des Jahres, aber gerade für die großen Werte sieht es gut aus. Hellofresh kann ohne Kundenabwanderun Preise erhöhen und weiter so stark wachsen wie vor Corona, Delivery Hero liegt sogar bei >50% Umsatzwachstum und profitiert sogar von den neuen Bedingungen (hohe Rohstoffpreise, Verbraucherstimmung), Vonovia wird höheres Mietenwachstum erzielen als bisher gedacht.
      Natürlich würde eine Rezession (die vermutlich kommen wird) einige negative Effekte haben, aber denkst du nicht, diese sind bei Unternehmen, die 2/3 ihres Wertes verloren haben, obwohl die aktuellen Krisen nur minimalen Einfluss haben, mittlerweile eingepreist?

      Und auch wenn das natürlich kein Trost für all diejenigen ist, die später ins Wikifolio eingestiegen sind: Die Performance liegt nach Gebühren weiterhin seit Auflage des Wikifolios bei fast dem Doppelten vom Vergleichsindex CDAX im PCS (3,5 Jahre) und beim mehr als Dreifachen vom Vergleichsindex im VBA (7 Jahre) – trotz der extrem schlechten Stimmung im Bereich E-Commerce & Wachstum aktuell. Klar kannst du jetzt einen Zeitraum heraussuchen, indem die Wikifolios negativ zur Benchmark performen, aber dass es auch solche Phasen gibt kann man nicht verhindern, vor allem in solchen Sektorrotationen wie aktuell.

      VG Basti

      1. Johann

        Ist doch völlig egal, ob eine Aktie 80 % gefallen ist, sie kann ja nochmal 80 % fallen.
        Fakt ist, es hat keiner mehr Lust auf Aktien, es gibt keine Nachfrage nach Aktien und darum sollte man raus aus Aktien gehen. Wenn ich eine HF-Aktie morgen billiger haben kann als heute, gibt es keinen einzigen Grund, im Markt heute zu sein. Und genau das passiert aktuell. Keiner sagt, dass HF eine schlechte Aktie oder ein schlechtes Unternehmen ist. Aber Kurse werden nun mal von Angebot und Nachfrage bestimmt und nicht, ob ein Unternehmen (fundamental) „gut“ oder „schlecht“ ist.
        Das kann man akzeptieren oder auch nicht. Wenn man es nicht akzeptiert, dann akzeptiert man aber, dass die Verlust in 1 Woche nochmal größer sein werden.

        1. Bastian Brach

          Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob es die beste Strategie ist genau dann Aktien zu verkaufen, wenn die Stimmung am Boden ist und dann zu kaufen, wenn diese euphorisch ist. Es hat allerdings seinen Grund wieso gerade viele langfristig erfolgreiche Investoren genau das Gegenteil machen.

          Wenn du dir sicher bist, dass HF oder der Markt insgesamt in einer Woche oder einem Monat niedriger steht, dann kannst du unfassbar viel Geld mit dem Shorten verdienen. Dann solltest du das machen. Bist du aktuell short?
          Und nehmen wir mal an ich würde jetzt alle Aktien verkaufen und morgen sowie übermorgen sehen wir eine Rally von insgesamt 15% (wie bereits mehrfach in der aktuellen Phase gesehen). Soll ich dann wieder einsteigen weil die Lust auf Aktien zurückgekommen ist? Und wenn ich dann alle Aktien zurückgekauft habe und der Markt wieder 20% fällt, soll ich dann wieder aussteigen, weil die Lust auf Aktien wieder verschwunden ist?

          Ich konzentriere mich weiterhin auf die folgenden Fragen:
          – Was ist der faire Unternehmenswert in verschiedenen Szenarien (Inflation hoch/gering, Zinsen hoch/gering, Aufschwung/Rezession)?
          – Wie kommt das Unternehmen mit Inflation zurecht?
          – Überlebt das Unternehmen eine schwere Wirtschaftskrise?
          – Braucht das Unternehmen Geld über eine Kapitalerhöhung?

          Sich auf einen möglichen Aktienkurs nächste Woche zu konzentrieren war noch nie Teil meiner Anlagestrategie und wird es auch nie werden. Als Anleger muss jeder für sich selbst entscheiden, was er richtig findet, da gibt es auch kein richtig oder falsch. Man sieht dann in 10 Jahren welche Strategie mehr Erfolg hatte.

          VG Basti

          1. Johann

            Nein, ich bin nicht short, ganz einfach weil ich es nicht weiß, ob wir heute den tiefsten Punkt hatten. Da ist mir das Risiko zu groß. Aber zumindest bin ich derzeit in „cash“ und habe dadurch das Risiko massiv reduziert in diesen extrem unsicheren Zeiten. Einsteigen werde ich wieder, wenn diese Phase (Krieg, Lieferkettenprobleme, Corona, Zinsen, Inflation „durch“ ist). Ja, das kann dauern und ja, ich werde sicherlich nicht den Tiefpunkt erwischen… aber wir hatten ja auch 10 Jahre lang aufgeblähte Börsen, in denen JEDER mit einer 0815 Microsofrt oder Apple oder Tesla Aktie (ohne viel Analysieren) sehr viel Geld gemacht hat. Ich halte es einfach für wahrscheinlicher, dass das ganze mal rückabgewickelt wird – und da sind wir ja im Grunde schon ein paar Monate dabei.

          2. Bastian Brach

            Das kann man so machen, spricht nichts gegen deine Strategie. Man wird dann in 6-18 Monaten sehen, ob es sinnvoller war dann in Aktien zu sein, wenn die Stimmung extrem negativ ist oder erst wenn die Sorgen vorbei ist und sich die Stimmung gebessert hat. Ich fühl mich wohl mit soliden Unternehmen, von denen ich stark überzeugt bin, dass diese in 3-5 Jahren deutlich mehr wert sind als aktuell.

            VG Basti

        2. Daniel

          Johann wenn du sicher bist, dass die Kurse am Aktienmarkt weiter sinken, dann geh doch einfach short und gut ist.

          1. Anonymous

            ich weiß nicht wie viele Crashs du mitgemacht hast, aber das du prognostizierst gelingt genau nur dann wenn du ein Profi der technischen Analyse bist. Wenn die genannten Punkte nämlich alle abgehakt sind, stehen die Börsen nicht nur 5 oder 10% höher. Und bald wirst du vielleicht merken, dass eine Bärenmarktrallye und eine entgültige Wende nicht so leicht voneinander zu unterscheiden sind. Jetzt von Basti zu verlangen die Strategie zu ändern macht keinen Sinn.

  3. Johann

    Noch eine Ergänzung: Ich habe deine Artikel bisher immer recht interessiert gelesen, aber der Blick ins Wikifolio gibt mir jetzt noch mehr zu bedenken. Von 14 Aktien sind 3 im Plus und 11 im Minus – davon einige zwischen 40 und 80 % im Minus.
    Bist du dir sicher, dass in der aktuellen Zeit „Fundamentalisten“ (so wie du es ja bist) wirklich die richtige Strategie verfolgen? Ist nicht die Performance (wir sprechen nicht von ein paar Monaten…) nicht der Beweis, dass du falsch liegst? Danke.

    1. Anonymous

      Ich kann Johann nurf beipflichten. Nach meinem Dafürhalten müssen die Kurse in den USA noch mindestens um 10% fallen. Das geht an den europäischen Börsen auch nicht spurlos vorbei.
      Die Aktienkurse hatten hierzulande seit mindestens 2 Jahrzehnten Rückenwind durch sinkende Kurse. Jetzt bläst der Wind von vorne! Nach meinem Dafürhalten ist es keine Frage mehr, ob die Kurse weiter fallen. Es geht aktuell nur noch darum, wie schnell und wie weit das gehen muss. ´“Sell in May and go away“ war seltener angeraten als in diesem Jahr.

      1. Bastian Brach

        Johann hat am Dienstag geschrieben: „Wenn ich eine HF-Aktie morgen billiger haben kann als heute, gibt es keinen einzigen Grund, im Markt heute zu sein. Und genau das passiert aktuell.“
        Wenn ich also Dienstag oder Mittwoche Aktien wie Hellofresh und Delivery Hero verkauft hätte würde ich jetzt vor genau dem Dilemma stehen, dass ich schon mehrfach beschrieben habe: „Und nehmen wir mal an ich würde jetzt alle Aktien verkaufen und morgen sowie übermorgen sehen wir eine Rally von insgesamt 15% (wie bereits mehrfach in der aktuellen Phase gesehen). Soll ich dann wieder einsteigen weil die Lust auf Aktien zurückgekommen ist?“

        Genau das ist eingetreten, aber nicht weil Hellseher bin oder eine Glaskugel habe, sondern weil es einfach Zufall war, dass die Aktien gerade jetzt steigen. Das heißt auch nicht, dass Johanns Argumente oder seine Strategie falsch ist, aber wer ernsthaft meint er könnte zuverlässig die Wochenschankungen von Aktien vorhersagen, der belügt sich entweder selbst oder liegt schon entspannt an den Malediven und muss sich keinerlei Sorgen mehr um Geld machen.

        Und genauso wie vorgestern völlig offen war, wie sich Aktien die nächsten Tage entwickeln, ist es jetzt auch wieder. Der 10%+ Anstieg von HF und DH sagt nichts aus über die Entwicklung der nächsten Tage. Es kann weiter ansteigen, aber genauso gut auch wieder fallen. Im Zweifelsfall hätte man dann nach dem Verkauf am Dienstag jetzt wieder zurückgekauft, weil „die Lust an Aktien zurück ist“ und die nächsten Tage geht es wieder 10% abwärts und nun hat man 10% weniger Aktien und steht vor genau demselben Problem.

        Aber auch hier gilt wieder: Wenn du dir sicher bist, dass die Kurse in den nächsten 2 Tagen, Wochen oder Monaten >10% fallen werden, dann gibt es viele Finanzprodukte mit denen man in einem solchen Szenario sehr viel Geld verdienen kann.

        1. Anonymous

          Es ging bei Johanns Aussagen ja eben nicht um ein kurzfristiges Investment, sondern um eine mittel- bis langfristige Strategie.
          Seiner Auffassung nach dominieren die Abwärtsrisiken, was ich grundsätzlich teile. Da muss man in der Lage sein, die Kursentwicklung weniger Tage auszublenden.
          Man kann ja der Auffassung sein, mit einigen Aktien gegen den Markttrend erfolgreich zu sein. Aber dann muss man sich an den ERgebnissen messen lassen. UNd diese sprechen schon seit einiger Zeit nicht mehr für dieses Portfolio. Der beste Wert, gemessen an der prozentualen Entwicklung, ist schon seit Monaten Shop-Apotheke. Doch just dieser Wert ist in dem Portfolio deutlich unterrepräsentiert. Dafür sind andere, verlustreiche Positionen, erheblich übergewichtet. Und das betrifft eben nicht nur einen einzelnen Wert, sondern der Großteil der Investments. Das eben sind die Fakten, denen man sich stellen und an denen man sich messen lassen muss.

          1. Bastian Brach

            Johann hat doch eben gerade auf die Entwicklung der nächsten Tage verwiesen, die auf einen klaren Abwärtstrend hinweise und man deswegen jetzt raus müsse, weil die Aktien eine Woche später tiefer stehen.

            Wie „sich an Ergebnissen messen lassen“ definiert ist muss natürlich jeder selber entscheiden, aber dann sollte man auch vernünftige Vergleichsmaßstäbe setzen (E-Commerce, Wachstumsaktien, etc.) und das relativiert die Performance dann wieder, wenngleich ich natürlich auch Fehler gemacht habe (Home24 zu langsam reduziert, Auto1 zu früh aufgebaut), die ich bereits erläutert hatte.

            Shop Apotheke hat seit dem Hoch fast 70% verloren, was im Rahmen von dem liegt, was andere E-Commerce-Werte (auch aus dem Wikifolio) erreicht haben. Fakt ist eben auch, dass E-Commerce-Fonds wie beispielsweise der Global Online Retail (https://www.finanzen.net/fonds/global-online-retail-de000a14n9a9) seit der Auflage des Wikifolios deutlich schlechter abgeschnitten haben (ca. +15% seit Auflage des Wikifolios vs. +60% beim Wikifolio). Natürlich kann man jetzt hingehen und sagen, dass andere Branchen in den letzten 6 Monaten (was im Übrigen keine sinnvolle Anlagedauer für einen Performancevergleich ist) deutlich besser abgeschnitten haben, aber ob da ein Vergleich wirklich Sinn ergibt muss jeder für sich selbst entscheiden.

            VG Basti

      2. Anonymous

        Ich versteh den Punkt der ganzen Diskussion ehrlich gesagt nicht.

        Alle die der Meinung sind, das die Strategie dieses Wikis aktuell falsch ist, weil die Märkte noch weiter sinken werden, sollen bitte einfach aussteigen und wieder einsteigen, wenn sie glauben, dass das CRV wieder besser ist

        1. Johann

          Hä? Das ist doch klar? Wenn mich was stört, dann investiere ich hier doch nicht bzw. dann gehe ich aktuell aus dem Wiki raus und in 2 Monaten wieder rein. Aber es geht doch hier um Diskussionen, aus denen wir alle lernen können.
          Ich finde die Argumente sehr wertvoll, um dann abschätzen zu können, ob ich drin bleibe im Markt oder nicht bzw. ob ich generell in das WikiFolio investiere.
          Weil ich oben auch mehrfach zitiert werde: Ich habe nie gesagt, dass HF z.B. in einer Woche niedriger steht als heute und ich darum heute rausgehe und in einer Woche wieder rein. Das kann ich (und auch kein anderer) natürlich niemals vorhersehen.
          Ich wollte sagen, dass derzeit (Wachstums-)Aktien „out“ sind… und man hinterfragen sollte, ob man derzeit in Aktien investiert sein sollte. HF ist ein gigantisches Unternehmen mit einer wahnsinnigen Entwicklung. Trotzdem will ich die Aktie derzeit nicht haben, weil die Nachfrage nach der Aktie kleiner ist als das Angebot und daher die Aktie fällt. Ist das berechtigt? Nein, rational gesehen natürlich nicht. Aber die Kursentwicklung folgt nicht rationalen Argumenten sondern Angebot und Nachfrage. Punkt. Das kann / wird sicher wieder anders sein, aber hier einfach „zuzuschauen“ ist mir zu wenig, da will ich reagieren. Ich vermute, dass du, Basti, noch keinen Börsencrash miterlebt hast oder? Nur eine Vermutung, da du vermutlich noch keine 15 Jahre an der Börse aktiv bist. Wir haben bisher noch keinen Crash… bisher ist nur folgendes passiert: Viele Aktien, die im Zuge von Corona und der Geldschwemme aufgebläht wurden, haben jetzt viel verloren… wenn es zu einem Crash kommt, werden viele Aktien, die schon 80 % verloren, nochmal weitere 50 % verlieren. Und wenn es dazu kommt, dann wird eine HF (die ja extrem an der Nasdaq-Entwicklung hängt) genauso abstürzen.

          1. Klaus

            Naja, du argumentierst hier, dass Market-Timing möglich bzw. sogar notwendig ist. Da gibt es halt unterschiedliche Meinungen dazu. Bastian ist ganz offensichtlich der Meinung, dass es nicht möglich ist.

            Und zu einem möglichen Crash: Du hast recht, es kann natürlich zu einem richtigen Crash kommen und auch eine HF kann nochmal >50% verlieren. Aber wir wissen es halt nicht ob und wann. Und in den letzten 10 Jahren hat oder hätte es oft Zeiten gegeben zu denen ein Crash möglich gewesen wäre, trotzdem stehen die Indizes jetzt deutlich höher als vor 10 Jahren …

            Und noch ein Punkt: Dein Argument „ich will die Aktie derzeit nicht haben, weil die Nachfrage kleiner als das Angebot ist“ halte ich für ziemlich gefährlich. Im Umkehrschluss willst du also nur die Aktien haben, die alle anderen auch grad haben wollen. Was zwangsläufig dazu führen muss, dass du sie eher teuer kaufst.
            Für diesen Zugäng würede ev. eine Trendfolgestrategie passen (kA ob die langfristig funktionieren, aber da gäbe es dann andere, passendere Wikis dafür)

          2. Ullrich

            @Klaus
            Auf das Timing völlig zu verzichten,, bedeutet ja, dass man letztlich nur von einer Aktie überzeugt sein muss. Dann kauft man sie fast zu jedem Preis. Dann kann man eigentlich auch auf Diversifikation verzichten. Denn die eine Aktie wird es ja schon richten 😉
            Nein, diese Argumente sind für den Mülleimer. Natürlich sollte man sich auch das makroökonomische Umfeld ansehen. Und das spricht im Augenblick eher gegen als für Aktien. Weil ein Ende der Malaise aktuell nicht absehbar ist. Wir stehen nach meinem Dafürhalten auch an der Börse vor einer Zeitenwende. Weil Zinssenkungen als Antrieb auf absehbare Zeit ausfallen wird. Es wird eher das Gegenteil zu beobachten sein.

          3. Bastian Brach

            @Ulrich
            Genau das ist es ja eben nicht, man kauft ein tolles Unternehmen nicht zu jedem Preis. Sondern man vergleicht den fairen Wert, der auch von Makro abhängig ist, mit dem aktuellen Börsenwert. Wenn der faire Unternehmenswert aus meiner Sicht 10 Mrd € ist und der Börsenwert aktuell 5 Mrd. €, dann könnte das win Kaufwert ist. Was hingegen bei einer solchen Strategie irrelevant ist, ist die Bewertung vor einem Monat (ob diese damals 4 Mrd € oder 6 Mrd € war) und ebenso versucht man nicht die Aktienbewegung der nächsten Woche zu timen.

            Aber dass der Preis egal ist oder dieser auch unabhängig vom Makro-Umfeld ist war nie meine Annahme oder Strategie.

            VG Basti

  4. Nicolas

    Hallo Bastian,

    vielen Dank für das Update zu Auto1. Laut Investorenbericht liegen aktuell ja rund 650 Millionen Euro in der Kasse. Wie schätzt du hier die Wahrscheinlichkeit ein, dass Auto1 bis zur Profitabilität noch externes Kapital einziehen wird?

    1. Bastian Brach

      Moin Nicolas,
      bei Auto1 ist das etwas schwieriger zu prognostizieren als bei anderen E-Commerce-Unternehmen. Generell kann man den Cashflow relativ gut über operative Verluste + CAPEX abschätzen, bei Auto1 kommen allerdings noch der Aufbau von Inventar und die Kunden-Finanzierung hinzu. Operative Verluste und CAPEX sollten sich von Q2 2022 bis zum Erreichen des Cashflow-Breakeven auf insgesamt 350 – 400 Mio. € belaufen. Die Strategie bei Inventar und Kunden-Finanzierungen besteht daraus, diese über ABS extern zu finanzieren lassen, sodass grundsätzlich kein Cash-Bedarf da ist. Dies hängt allerdings vom zeitlichen Verlauf der ABS-Erweiterungen ab und kann man somit nicht zu 100% prognostizieren.

      Aktuell hat Auto1 neben den 654 Mio. Cash noch 305 Mio. ABS, die noch nicht genutzt wurden und somit als zusätzliche Liquidität zur Verfügung stehen. Zudem will man diese ABS laufend ausbauen. Bsp. hat man kurz nach Ende von Q1 150 Mio. ABS zur Kunden-Finanzierung abgeschlossen, die zusätzlichen Liquditätspuffer darstellt.

      Insgesamt ist das Risiko einer Kapitalerhöhung aktuell eher gering, in 2023 könnte es jedoch zu zusätzlichem Cashbedarf kommen, wenn Auto1 sehr konservativ sein will. Unter Berücksichtigung der aktuell verfügbaren ABS hat man eine Liqudität von 1110 Mio. € gegenüber einem Kapitalbedarf von knapp 400 Mio. € bis zum Erreichen des Break-Even. Zudem könnte Auto1 bei Kapitalbedarf neben einer Kapitalerhöhung auch auf Fremdkapital-Instrumente zurückgreifen, die eher vergeben werden, je näher ein Unternehmen an der Profitabilität ist (siehe Delivery Hero).

      VG Basti

  5. Norbert

    Hallo Bastian, mal eine Frage zu Hellofresh. Situation: Ein Kunde, der mit einem 80 oder 90 EUR einmalig bestellt und dann nie wieder bestellt und auch keine Werbung für HF macht. Lohnt sich so etwas für das Unternehmen? Oder ist das ein (einmaliges) Verlustgeschäft für HF?

    1. Bastian Brach

      Moin Norbert,

      ob sich ein Kunde für HF lohnt kann man näherungsweise recht einfach bestimmen nach der Formel:

      Umsatz x 35% – Marketingkosten – Gutschein

      Wenn der Kunde einmal für 80€ bestellt (ohne Rabatt) und 10€ Marketing notwendig war, dann ist der Wert +18€.

      2 Boxen a 50€ mit 50% Rabatt = -15€

      20 Boxen a 50€ mit 50% Rabatt bei den ersten beiden und 50€ Marketingkosten = +250€

      VG Basti

  6. Kim

    Moin Moin Basti,

    vielen Dank erstmal für deine Arbeit die Informationen zusammmenzutragen und zu interpretieren.

    Aus einer Pflichtmitteilung vom 30.05.22 geht hervor, dass ein Vorstandsmitglied 250K HF Aktien verpfändet hat. Was bedeutet das genau?

    VG
    Kim

    1. Bastian Brach

      Moin Kim,

      das bedeutet, dass der CEO 250k Aktien als Sicherheit bei den Banken hinterlegt hat, um dafür einen Kredit zu bekommen. Möglicherweise für ein Haus oder Ähnliches.

      VG Basti

  7. Anja

    @Ulrich u. @Bastian
    Da gebe ich Urlich vollkommen Recht. So wie Du das siehst und vor allem handelst Bastian ist es nicht richtig/logisch. Wenn das Umfeld bei einer Branche wie zur Zeit der gesamten eCommerce Branche sehr negativ ist nutzt dein Bewertungsansatz rein gar nichts. Du lässt dem Umfeldansatz quasi komplett außen vor in deinem Handeln und ka7fst einfach weil die Bewertung stimmt und lässt die Aktie dann einfach liegen bis dann vielleicht irgendwann deine Meinung/Berechnung zur Aktie aufgeht. Ob das in ein paar Monaten oder 10 Jahre ist scheint Dir „egal“ zu sein. Das Umfeld hat sich im Gegensatz zu den letzten Einbrüchen in den letzten 14 Jahren nun einmal völlig geändert. Also besteht ein riesiger Unterschied den man vielleicht nicht sofort aber seit Anfang dieses Jahr hätte sehen müssen und handeln müssen. Ich sehe hier das Phänomen von Beutetieren bei einer Schlange. Vor Schreck das Gefahr droht verstarren Sie und machen lieber nichts bevor Sie was falsches machen.
    Ich hoffe für Dich das dein wikifolio wieder ans laufen kommt glaube aber das Du mit dieser Strategie in den kommenden Jahren eine schlechte Performance einfahren dürftest. Es fehlt das Money Management bei Dir. Dennoch weiterhin viel Erfolg für Dich….

    1. Moin Anja,

      zu deinem Kommentar:
      „Du lässt dem Umfeldansatz quasi komplett außen vor in deinem Handeln und ka7fst einfach weil die Bewertung stimmt“.
      Das ist richtig, ob eine Branche gerade extrem positiv oder negativ gesehen wird, ist kein entscheidener Bewertungsfaktor bei mir, solange die Unternehmensperspektive stimmt. Es gibt natürlich die Möglichkeit prozyklisch auf aktuell angesagte Branchen zu setzen und weniger angesagte zu meiden. Gerade die jüngste Vergangenheit hat aber gezeigt, wie schnell sich sowas drehen kann. E-Commerce war Anfang 2021 total „in“, Rohstoffe total „out“ (man erinnere sich an negative Ölpreise). In beiden Fällen wäre es im Nachhinein besser gewesen antizyklisch zu agieren.

      „Also besteht ein riesiger Unterschied den man vielleicht nicht sofort aber seit Anfang dieses Jahr hätte sehen müssen und handeln müssen“. Den Satz lese ich immer wieder, aber ist es tatsächlich so einfach die Marktstimmung für die nächsten Monate vorherzusehen? Im Nachhinein natürlich, aber schon vorher oder währenddessen? Da bin ich sehr skeptisch und wer meint, dass dies möglich ist, der kann sich eben über exorbitante Gewinne erfreuen. Nur haben diese eben die wenigsten, sondern erzählen nur im Nachhinein, dass die Entwicklung der Vergangenheit völlig klar war.

      VG Basti

      1. Friddy

        Basti, in die Zukunft schauen kann keiner. Eh klar. Aber siehst du nicht die nächsten Monate / Jahre deutlich mehr makroökonomische Risiken als Chancen? Beispiele:
        * Rezessions-Gefahr (ggf. schlimmer sogar Stagflationsgefahr)
        * Krieg (völlig unklar, wie es weiter geht…)
        * Inflation
        * Lieferkettenprobleme
        * Lockdowns
        * Wohlstandsverluste
        * Gas / Öl Embargos
        * Enorme Energiekosten
        * Ggf. weitere geopolitische Konflikte (China / Taiwan)
        * Unsicherheit
        * Etc.
        Das ist doch das Gegenteil von dem, was wir seit 2010 gehabt haben (wo eben die Kurse extrem gestiegen sind). Also ich wüsste nicht, dass die nächsten (sagen wir mal 3-5) Jahre die Chancen deutlich besser stehen sollten als die Risiken?
        Oder ist dein Argument, dass Aktien ja schon 70 % gefallen sind und das Negative alles eingepreist ist? Das Argument würde ich aber nicht verstehen / nicht nachvollziehen können, weil wir bisher noch nicht ansatzweise einen Crash gesehen haben und das WikiFolio auch jetzt noch problemlos weitere 50 % korrigieren kann.
        Oder ist dein Argument, dass das WikiFolio durchaus 50 % verlieren kann, was dir aber egal ist, weil in 10 – 20 Jahren eh alles wieder viel höher steht?

        1. Moin Friddy,

          wichtig sind bei den von dir genannten Themen ja 2 Dinge: 1. Wie viel davon ist bereits eingepreist? 2. Wie beinflusst das Umsätze und Gewinne der Unternehmen?

          zu 1. Inflation, Lieferkettenprobleme, Energiekosten sind seit Wochen Thema in jeder Börsendiskussion, darauf haben sich Anleger eingestellt. Wichtig wird sein, wie sich dies im Vergleich zu den aktuellen Entwartungen entwickeln wird. Wenn die jährliche Inflationsrate in 2 Monaten auf 5% sinken würde, dann wäre dies immer noch extrem hoch, aber die Börsen würden wohl jubeln, weil das deutlich geringer ist als heute erwartet. Steigt die Inflation auf 10%+, dann wäre das viel höher als die aktuellen Erwartungen und negativ zu sehen. So verhält es sich auch mit den anderen Punkten. Niemand erwartet, dass der Krieg nächste Woche vorbei ist oder die Ölpreise wieder auf 30$ sinken. Lies hierzu gerne auch nochmal meine Einschätzung zu der aktuellen Lage und wieso es an den Börsen oft so ist, dass die Kurse schon lange vor überwinden einer Krise wieder steigen (https://www.aktienalpha.de/kommentar-zur-aktuellen-lage/).

          zu 2. Nehmen wir als Beispiel Hellofresh: Seit Anfang des Jahres haben wir bereits hohe Inflation/Wohlstandsverluste, Energiekosten, Lieferkettenprobleme und ab Februar kam auch noch der Ukraine-Krieg hinzu. Dennoch hat Hellofresh einen Rekordumsatz erzielt sowie deutlich höhere Gewinne als noch Ende letzten Jahres am Höchststand erwartet. Auch in Q2 sehen die Daten bisher gut aus und es gibt keinen Anschein einer deutlichen Eintrübung des Geschäfts – weder bei Umsatz noch bei Gewinnen. Verzichten die (wohlhabenden) Menschen in Europe, USA und Australien jetzt wirklich auf leckeres Essen mit Hellofresh, um 1-2€ zu sparen? Wenn nicht, dann bekommt man dasselbe Unternehmen heute zu weniger als der Hälfte des Preises von vor 6 Monaten ohne Aussicht auf eine Verschlechterung des Geschäftsumfelds. Den Zinsanstieg muss man natürlich in seiner Bewertung berücksichtigen, d.h. dasselbe Wachstumsunternehmen wird heutzutage sicher 10-15% weniger wert sein als noch vor einem Jahr, aber selbst dann hat die Aktie noch einiges an Aufholpotential – vorausgesetzt die Zahlen bleiben weiterhin gut.

          Wenn du natürlich mit einem völligen Kollaps der Wirtschaft rechnest, beispielsweise -5% Wirtschaftswachstum über die nächsten 3-5 Jahre, dann sollte man wohl viele Aktien vermeiden, vor allem zyklische und wirtschaftsabhängige.

          VG Basti

  8. Roger

    Hallo Bastian, hast du einen Eindruck wie HF in Italien losgelaufen ist? Habe mir gerade mal die Similar-WebDaten angeschaut (u.a. auch von Mai…), das sieht ja grauenhaft aus…
    Was sind da deine Infos?
    Danke.

    1. Moin Roger,

      was sieht für dich grauenhaft aus?
      Man ist vor einem guten halben Jahr gestartet und liegt in den letzten 4 Monaten bei im Schnitt 200k Website-Aufrufen, zudem ist das Google-Interesse auf stabil hohem Niveau.

      Kurz nach Marktstart gibt es regelmäßig starke Schwankungen in den Aufrufen, dies war bei den Marktstarts in Norwegen, Dänemark, Neuseeland und Schweden nicht anders. Wenn es große Werbekampagnen gibt, dann kommen automatisch viele Websiteaufrufe, weil die Leute wissen wollen was das ist, auch ohne zu bestellen. Wenn die Werbekampagne vorbei ist, dann gibt es weniger „Neubesucher“ und die Kunden, die das Produkt gut finden wechseln teilweise zur App, weil dies deutlich einfacher ist.

      Die Veränderungen kann man also nicht mit denen von langjährigen Ländern vergleichen. Aber nur mal zum Vergleich: Die Aufrufe in Italien in den letzten 4 Monaten waren rund 1/3 der Aufrufe in Frankreich, wo man bereits seit 4 Jahren aktiv ist.

      Wirklich verlässlich und konstanter sind die Website-Aufrufe nach einem guten Jahr, dann kann man diese mit anderen Ländern vergleichen.

      VG Basti

  9. Mané

    Bilanzbereinigungen, Auslaufen des QE und das Abziehen von Geld (sowohl FED als auch EZB) wird dazu führen, dass du mit deinem WikiFolio noch sehr viel Geld verlieren wirst, Bastian.
    Aber das wird dir egal sein, du „lässt laufen“. 🙂
    Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen.

    1. Wenn du dir so sicher bist, dann kaufe Short-Scheine und werde in kürzester Zeit Millionär, niemand hält dich davon ab 😉

  10. Ullrich

    Ich wundere mich: Einerseits soll die Diskussion in dem Forum gefördert werden, andererseits wird jeder, der die Zukunft am Aktienmarkt nicht in rosigen Fraben malt, mehr oder weniger diffamiert.

    Die letzten Käufe für das wikifolio waren jedenfalls keine Volltreffer, um es mal vorsichtig zu formulieren. Aktuell sind sehr viel mehr Positionen im MInus als im Plus. Es ist alles investiert.

    Vor diesem Hintergrund sind Fragen nach der Strategie und den diversen Kriterien fuer den Kauf und den Besitz von Aktien voellig legitim. Damit muss man sich m.E. auseinandersetzen, wenn man besser werden will.

    1. Bastian Brach

      Moin Ulrich,

      jede Diskussion – natürlich auch kritische – sind willkommen und ich gehe gerne sachlich darauf ein (siehe Roger, Friddy, Kim, deine Kommentare etc). Worauf ich schon länger nicht mehr eingehe (und das habe ich bereits Ende letzten Jahres angekündigt) sind Beiträge, die aus meiner Sicht nichts zur Diskussion beitragen ala „Du wirst ganz viel Geld verlieren“, „Wieso ist Aktie XY heute um 4% gefallen?“, „Ich weiß mit Sicherheit das alles weiter fällt, rette sich wer kann“. Dass ich auch eine andere Meinung habe als „Die Wirtschaft wird implodieren und niemand shoppt mehr online“ sollte auch klar sein.

      Aber wie gesagt: differenzierte Meinungen zu einzelnen Werten und die Beurteilungen von Bewertung oder aktuellen Nachrichten sind immer willkommen.

      VG Basti

  11. Christine

    Hallo Basti,

    bedenklich, wie viele Werte deines Wikifolios heute mal wieder extrem abstürzen. Klar, der Gesamtmarkt ist schwach, aber weshalb verlieren deine Portfolio-Werte denn immer so überproportional stark?

    1. Bastian Brach

      Moin Christine,

      Ich halte zwar von Tagesvergleichen recht wenig aber heute hat das Wikifolio doch sogar besser performt als bsp der DAX: Auf L&S:
      DAX -2,8%
      Wiki -2,0%

      Die Underperformance der letzten Monaten kommt durch die Fokussierung auf E-Commerce und Wachstumsaktien, die besonders stark betroffen waren. Daher haben speziell solche Branchenfonds und Wikis schlecht angeschnitten.

      VG Basti

  12. Anja

    Er macht wie schon häufiger hier glaube ich erwähnt kein Money Management was für das Führen eines Portfolios normalerweise unerlässlich ist. Daher gibt es keine Verlustbegrenzungen. Bastian sagte ja schon mehrfach das er davon nicht viel hält und mit seiner Strategie dauerhaft erfolgreicher ist. Das bezweifel ich auch sehr sehr stark aber das kann ja jeder selber entscheiden mit seinem Invest oder eben nicht oder nur anteilig.

  13. Torsten

    Anja da hast Du recht. Das man an Bastians Stelle einfach so dem Kursverfall zugucken kann ist für mich echt Hammer. Aus meiner Sicht einfach kein Gewissen gegenüber den investierten Anlegern. Und zu sagen man muss ja nicht Geld ins wiki anlegen ist lächerlich. Damit schiebt einer der die Verantwortung auf sich genommen hat durch ein wiki schön weg von sich. Er verdient damit ja auch sein Geld an den investierten Anlegern. Da kann man nicht alles einfach von sich wegschieben….

    1. Ullrich

      kurzfristige Kursgewinne und -verluste kann man kaum vorhersagen. Was mir hier fehlt, ist die strategische Weitsicht. Einen Zinssteigerungszyklus über mehrere Quartale zur Bekämpfung der Inflation hat hier kaum jemand erlebt. Da wäre m.E. etwas mehr Vorsicht angesagt, zumal auch Italien in diesem Marktumfeld Unruhe an den Märkten verursacht.

      Das sind, Friddy hat sie ja mal alle aufgezaehlt, allesamt Störfaktoren, die sich eher negativ auf das Marktumfeld auswirken können. Da spielt es fast keine Rolle, ob eine einzelne Aktie sich dem Trend entziehen kann. Unterm Strich wird das ganze wikifolio runtergezogen.

    2. Samuel

      Was ist denn das schon wieder für Müll den du da schreibst Torsten? Gewissen? Was soll er denn machen? Er glaubt an seine Strategie (ob richtig oder falsch sei mal dahin gestellt), ist selber ins Wikifolio investiert und wahrscheinlich auch privat. Überleg doch einfach mal bevor du was tippst. Wäre einfacher gar nicht mehr auf irgendetwas hier zu reagieren oder keine regelmäßigen Updates zu geben. Wenn er an diese Strategie glaubt, was soll er deiner Meinung nach machen?

  14. Tassilo

    Was mir hier fehlt, ist die Einsicht dass ein langfristiger Plan meist viel mehr Früchte trägt als kurzfristige Aktionen.
    Ob Hellofresh jetzt seine Runterbewegung bei 50, 40, 30 oder 10 beendet ist egal wenn es bei 200 ist in 5 Jahren. Die 3 Leute die ich kenne mit genug Wissen um den Markt vorauszusagen sind schon reich.

  15. Daniel

    Das ganze 2. Halbjahr 2020 und erste Halbjahr 2021 war es immer das Gejammer über die große verpasste Chance im März/April 2020. Jetzt ist es das Gejammer das die Kurse sinken. Man kann nicht alles haben. Günstig kaufen und gleichzeitig mit vorhandenen Position kein Geld verlieren. Bastians Strategie ist eben in der aktuellen Marktlage scheiße. Ja und weiter? Viele andere Strategien waren in den letzen 2 Jahren scheiße als es bei Bastian besser lief. Seid froh dass er sich nicht verzieht und weiter hier aktiv ist. Viele andere haben sich einfach aus dem Staub gemacht. Ich verfolge den Block hier gerne. Und bin bei HF, DH und H24 auch wieder am Start sobald ihre gleitenden Durchschnitte wieder von oben sehen. Also lasst den Bastian in Frieden und schaut euch die Historie an. Sowas wie aktuell kommt im Rahmen von Zyklen immer wieder vor. Und wenn ihr die schwachen Hände seid die dann in 3 Jahren beim vielfachen Preis wieder einsteigen ist es ja auch in Ordnung 😉

  16. Timburg

    Hallo Basti,

    ich habe ein paar Fragen an dich:

    1) Dein Wikifolio heißt „Predictable Consumer Stocks“. Das erste Wort impliziert, dass die Entwicklung deiner Unternehmen und damit natürlich auch der Aktienkurse, die zumindest mittelfristig stets der Unternehmensentwicklung folgen, möglichst gut vorhersagbar sein soll, wie du ja auch zur Handelsidee selbst ausführst: „Es sollen vor allem Aktien ausgewählt werden, deren Performance durch Analyse-Tools wie Google Trends und SimilarWeb bereits vor Veröffentlichung der offiziellen Geschäftszahlen gemessen werden kann.“ Wenn ich mir so anschaue, wie deine Werte performen, dann scheint dein Ansatz ja bislang in keiner Weise zu funktionieren. Während Covid sind deine Titel, so wie eben der gesamte Markt, stark gestiegen; aber 2020 und 2021 ist nun mal alles durch die Decke geschossen, kleinere Nebenwerte umso stärker. Nun fallen all deine Titel mit dem Markt, kleinere Nebenwerte wiederum umso stärker. Würdest du sagen, dass deine Strategie inzwischen zumindest teilweise gescheitert ist, oder gibt es noch Hoffnung, dass es dir künftig gelingen könnte, die Wertentwicklung besser einzuschätzen?

    2) Du führst in deiner Handelsidee weiter aus: „Die durchschnittliche Haltedauer der Aktien soll eher kurzfristig sein […]“ Ich frage mich, weshalb du an all deinen Positionen so krampfhaft festhältst und diese immer noch röter werden lässt, wenn es dir im Wesentlichen doch um einen kurzfristigen Anlagehorizont geht, wie du schreibst. Weshalb ziehst du dann in der jetzigen Phase so verkrampft alle möglichen eCommerce-Titel durch und setzt nicht auf andere Titel, die kurzfristig gute Performance versprechen, wie es ja dein Ziel ist?

    3) In deinem Wiki ist Delivery Hero nun bei -72 %, Vonovia bei -42 %, Uber bei -43 %, About You bei -70 %, Home24 bei -69 %, Auto1 bei -83 %, Opendoor bei -45 %, Zalando bei -53 %, Westwing bei -72 % und Upstart bei -57 % angekommen. Für diese Leistung kostet dein Wiki mich als Anleger eine Zertifikategebühr von 0,95 % p.a. sowie eine Performancegebühr von 19 %. Wow! Salopp gefragt: Werte 50 bis 80 % ins Minus fahren kann ich auch selbst. Weshalb brauche ich dafür einen Wiki-Manager, der mir auch noch Gebühren berechnet (wenngleich die Performancegebühr in deinem Fall auch auf Sicht der nächsten Jahre nicht mehr greifen dürfte)? Kannst du erklären, weshalb man weiterhin in dein Wiki investieren sollte?

    Viele Grüße

    Timburg

    1. Bastian Brach

      Moin Timburg,

      1) das predictable bezieht sich auf die Unternehmensperformance, kurzfristige Aktienperformance vorherzusagen ist aus meiner Sicht und aus wissenschaftlicher Betrachtungsweise nahezu unmöglich. Dies ist mir in der Vergangenheit gut gelungen (siehe Prognosen für Unternehmenszahlen der letzten 4 Jahre), aktuell werden aber nahezu alle Aktien bestimmter Branchen im Gleichschritt abverkauft, da ist die Unternehmensperformance egal. Mittelfristig (2-3 Jahre) sollten sich Aktien einer Branche wieder mehr unterscheiden und sich an der Unternehmensperformance orientieren. Im Vergleich zum E-Commerce Vergleichsfonds (https://www.finanzen.net/fonds/global-online-retail-de000a14n9a9) liegt der Performance-Vergleich nach Gebühren aktuell bei +40% seit Auflage vs. 8% für den Vergleichsfonds im gleichen Zeitraum, der Gesamtmarkt (CDAX) ist 22% im Plus.
      2) „Die durchschnittliche Haltedauer der Aktien soll eher kurzfristig sein, wobei ein Bestand mit den aussichtsreichsten Aktien dauerhaft im Wikifolio bleiben soll.“ Kurzfristig soll dann gehandelt werden, wenn sich aufgrund meiner Alt-Daten positive oder negative Überraschungen bei den Earnings ergeben könnten. Aktuell ist die Unternehmensperformance aber relativ egal, wie bsp. die Hellofresh-Earnings (deutlich über den Marktschätzungen) gezeigt haben. Daher ergibt dies aktuell keinen Sinn und es bleiben die aussichtsreichsten Aktien im Wikifolio.
      3) Die Performance-Gebühr wird aktuell nicht fällig, sondern nur beim Erreichen eines neuen Jahres-Höchststandes. Wieso sollte man in mein Wiki investieren? Wenn man glaubt, dass E-Commerce auch zukünftig weiter wachsen und sich positiv entwickeln wird und man an der Entwicklung teilhaben will. Wie gesagt, seit Auflage wurde der Vergleichsfonds (https://www.finanzen.net/fonds/global-online-retail-de000a14n9a9) mit +40% seit Auflage vs. +8% (beides nach Gebühren) deutlich outperformt. Dies ändert natürlich nix daran, dass die aktuelle Performance nicht zufrieden stellt.

      Ob die Punkte so Bestand haben wissen wir leider erst mit Veröffentlichung der nächsten Zahlen, ich bin beim Blick auf die Daten sehr zuversichtlich, dass sich gerade HF und DH deutlich besser schlagen als andere E-Commerce-Unternehmen.

      VG Basti

    2. Ullrich

      MIt den Punkten 1) und 2) sehe ich das exakt genauso.

      Es werden Aktien ausgewählt, deren Unternehmensentwicklung vorhersehbar ist (welche Kennzahlen dabei wichtig sind, ist nicht ganz klar). Die Aktienkursentwicklung dieser Unternehmen ist erklärtermassen aber nicht vorhersehbar. Dann ist letztlich doch gesagt, dass die Aktienkursentwicklung und die Unternehemnsentwicklung unabhängig voneinander sind.

      Darauf, also auf die Vorhersehbarkeit der Aktienkurse, kommt es aber doch an. Oder? Für die UNternehemnsentwicklung kann man sich ja nichts kaufen.

      1. Bastian Brach

        Die Unternehmensentwicklung und die Aktienperformance sind stark voneinander abhängig – aber eben langfristig. Kurzfristig kann das ganz anders aussehen, da hängen die Aktienkurse fast vollständig von den Meinungen, Stimmungen und Erwartungen ab. Hellofresh bsp. ist ja nicht um 2/3 gefallen, weil man auf einmal 2/3 weniger Kunden hat oder 2/3 weniger Gewinn macht als erwartet. Neben dem Teil der auf die erhöhten Zinsen zurückzuführen ist (vielleicht Minus 15-20%) erwartet der Markt aktuell das die Inflation und das katastrophale Verbrauchervertrauen zu einbrechenden Umsätzen und explodierenden Kosten führt, die HF nicht weitergeben kann. Ob das stimmt werden aber erst die Zahlen für Q2 und Q3 zeigen, bis dahin kann man nur Vermutungen aufstellen. Und wenn der Markt eben Umsatzrückgänge und Kostenexplosionen erwartet, dann fällt die Aktie. Für den Aktienkurs in 12 Monaten sind die aktuellen Stimmungen völlig egal, da zählen dann die tatsächlichen Geschäftszahlen, aus welchen man erkennen kann, wie sich HF in Zeiten von Inflation und Rezession schlägt. Dies ändert aber nichts daran, dass die Aktienkursentwicklung bis zu den Q2-Zahlen völlig willkürlich ist. Es kann noch 30% weiter runter gehen oder 30% hoch und das einzige was man sagen kann ist, dass es wohl weiter starke Schwankungen gibt.

        VG Basti

  17. Erwin

    Fairerweise sollte man sagen, dass die Performancegebühr ab dem 01.01.2023 direkt wieder fällig wird, weil dann die Bemessungsgrundlage resettet wird!
    Auch finde ich die „+40% seit Auflage“ irreführend, denn die Auflage ist die Emission, denn ab dann konnte man das Wikifolio erst kaufen und seit der Emission ist die Performance inzwischen sogar negativ, also jeder, der irgendwann mal in das Wikifolio investiert hat, hat inzwischen Verluste.

    1. Bastian Brach

      Daher habe ich ja geschrieben „beim Erreichen eines neuen JAHRES-Höchststandes“. Die +40% sehe ich nicht als irreführend, da dies die Performance seit Auflage ist und somit einen Vergleich der Aktienauswahl seit Beginn anzeigt. Wenn man die Möglichkeit für Anleger sehen will, dann ist natürlich die Performance seit Kaufzeitpunkt verglichen mit dem Vergleichsindex entscheidener.

      Seit Emission liegt die Performance bsp. bei -2% verglichen mit +5% beim CDAX und -11% beim GLORE-Fonds.

      VG Basti

  18. Dr. Thomas Göbel

    Hi Basti,

    nachdem der EZB in der derzeitigen makroökonomischen Gesamtsituation mehr oder minder die Hände gebunden sind und sich allmählich eine erneute Eurokrise abzuzeichnen beginnt, würde mich interessieren, wie du dich darauf einstellst und dies in deinem Wiki reflektieren willst. Planst du, alle in Euro notierenden Titel abzustoßen? Wenn nicht: Welche Instrumente planst du einzusetzen, um dein Wiki gegen einen weiteren Absturz des Euro abzusichern?

    Beste Grüße

    Tom

    1. Bastian Brach

      Moin Tom,

      der Euro befindet sich aktuell in einer Krise und gerade für die südeuropäischen Staaten könnte es unangenehm werden, es könnte sich ein ähnliche Situation wie ab 2010 ergeben.
      Ob ein Unternehmen in Euro, Dollar oder anderen Währung notiert ist erst einmal egal, es kommt in erster Linie darauf an, wo das Unternehmen seine Umsätze erzielt. Wenn dies im außerhalb des Euroraums passiert, dann erzielen diese Unternehmen sogar positive Effekte durch höhere Umsatzsteigerungen durch die Währungsentwicklung (dies wird sich in Q2 stark bei Hellofresh zeigen). Als Anleger im Euroraum ist eine Abwertung des Euros insofern relevant, da die Importe aus dem Nicht-Euro-Raum teurer werden und somit die relative Kaufkraft sinkt. Hier ist aber die Frage ob man dieses Risiko absichern will. Deine Frage weitergedacht müsste sich dann ja auch nicht nur Aktienanleger, sondern auch Hausbesitzer oder Kontoinhaber dieselbe Frage stellen: Versuche ich jetzt mein Geld in Dollar (bzw. eine andere Währung) umzutauschen und sicher ich den Wert meines Hauses durch Finanzinstrumente ab, um keinen Kaufkraftverlust in Euro zu haben?

      Schwierig wird es für die Unternehmen, die hohe Umsätze im Euroraum haben, aber einen Großteil der Produkte aus dem Nicht-Euro-Raum importieren, da hier die Kosten steigen.

      VG Basti

  19. Marianne

    Hallo Basti,

    ich beglückwünsche dich: Endlich hast du es geschafft, alle deine Positionen mit Ausnahme von Shop Apotheke, die du clevererweise mit 0,1 % gewichtet hast, in die Verlustzone zu fahren. Prima, prima Arbeit, du bist ein bewundernswerter Fondsmanager! Was würden Anleger nur ohne so fähige Leute wie dich machen? Ich mach mir jetzt nen Champagner auf und stoß auf deinen Erfolg an.

    Grüße

    Marianne

    1. Daniel

      Glückwunsch Marianne, du bist der Troll des Tages. Geh doch bitte den Leuten die hier interessiert lesen wollen ob es Unternehmensnews gibt nicht auf den Sack, den je mehr Leute so einen Schwachnsinn posten, desto seltener werden Bastis Updates.

      Alle die länger als 2 Jahre dabei sind, wissen dass solche Zyklen immer wieder vorkommen und trotzdem sich langfristig der Unternehmenswert dem Aktienkurs immer angleicht und umgekehrt.

      1. Bastian Brach

        Keine Sorge, Daniel. Meine Posts hier hängen vor allem von den unternehmensrelevanten Nachrichten ab, nicht von Leuten, die ihren (in einer solchen Marktphase durchaus verständlichen) Frust hier ablassen. Aber aktuell gibt es eben nur wenig zu berichten, dies wird sich dann Ende Juli ändern.

        VG Basti

    2. Wanderfußpilz

      Hallo Marianne,
      ich beglückwünsche dich: Endlich hast du es geschafft, einen Post gefüllt mit langfristig gültigen Inhalten zu verfassen, den du cleverweise als Sarkasmus verkaufen kannst wenn er doch nicht so gut läuft. Prima, prima Arbeit, du bist eine bewundernswerte Kritikerin. Was würden Anleger nur ohne so fähige Leute wie dich machen? Geld machen? Ich mach mir jetzt nen Champagner auf und stoß auf deine inhaltlich geniale Kritik an.

      Grüße,
      Marianne

  20. Angelika

    Hi Basti,
    wie ist deine Einschätzung zur auf der HV mal wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellten bemerkenswerten Corporate Governance von Delivery Hero? Hier dazu ein Kommentar von Christian W. Röhl: https://twitter.com/CWRoehl/status/1537370150982279168
    Viele Grüße
    Angelika

    1. Bastian Brach

      Moin Angelika,

      die Außenwirkung von manchen CG-Angelegenheiten gefällt mir auch nicht (CEO nicht anwesend, nur virtuelle HV, etc.). Ich war heute auch live (bzw. vor dem PC) bei der HV dabei und muss sagen, dass grundsätzlich alle Fragen ausführlich beantwortet wurden. Es sollte jedoch auch klar sein, dass DH aus Wettbewerbsgründen nicht alle Daten offenlegt (bsp. Marktanteile, Margen in einzelnen Ländern oder Cashburn in Deutschland). Das bekommt man weder von DH noch von irgendeinem anderen DAX oder Dow-Konzern. Komisch, dass solche Kritik niemals bei VW, Daimler oder Bayer kommt (hier kann man gerne mal die Produktmargen von einzelnen Automodellen oder Medikamenten erfragen, man wird darauf keine Antwort bekommen).

      Ich habe Niklas Östberg als jemanden kennengelernt, der deutlich offener ist als nahezu alle anderen DAX-CEOs (sei es im persönlichen Gespräch oder über seine LinkedIn/Twitter-Profile) und habe auch das Gefühl, dass die Beziehung zu anderen großen Anteilseignern (Fonds, Prosus, etc.) positiv ist, nur eben nicht zu den Medien. Wenn man sich jedoch solche Artikel wie aus der Wirtschaftswoche diese Woche durchliest, dann würde ich wohl ähnlich handeln. Unterstellungen ohne Beleg (MENA-Gewinne könnten nicht „echt“ sein), absurde Schlussfolgerungen (Lieferkosten > Liefergebühren bedeutet, dass man damit niemals Geld verdienen kann [lässt Provisions- und Advertisingumsätze völlig außen vor]) und schlicht Falschaussagen (Saudi-Arabien mit angeblich nur 20% Marktanteil, wenn es in Wahrheit rund 60% sind).

      VG Basti

  21. Sylvia

    Hi Basti, kurze Frage: Factor erzielt doch deutlich bessere Margen als HF selbst oder? Da Factor viel stärker wächst müsste das doch der generellen Marge vom Konzern extrem zu gute kommen oder? Danke.

    1. Bastian Brach

      Moin Sylvia,

      Factor hat letztest Jahr noch keine positiven Margen erzielt, da das Unternehmen noch stark im Wachstumsmodus ist (300% Umsatzwachstum in 2021). Daher wird aktuell noch viel Geld in Marketing und den Aufbau der Prozesse gesteckt. Langfristig gehe ich aber auch davon aus, dass Factor bessere Margen erzielen könnte als HF. Zudem besteht nur wenig Kannibalisierung, da die Zielgruppe sich deutlich von der HF-Zielgruppe unterscheidet.

      VG Basti

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